{"id":6,"date":"2014-12-11T20:32:38","date_gmt":"2014-12-11T20:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wdherbst.de\/?page_id=6"},"modified":"2015-02-23T01:21:37","modified_gmt":"2015-02-23T01:21:37","slug":"wdherbst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wdherbst.de\/?page_id=6","title":{"rendered":"WOLF-DIETRICH HERBST"},"content":{"rendered":"<div class=\"tabs-container\"><ul class=\"tabs \"><li class=\"w2\"><a href=\"#\">Eckdaten<\/a><\/li><li class=\"w2\"><a href=\"#\"> Kunsthistorie<\/a><\/li><li class=\"w2\"><a href=\"#\"> Motivation<\/a><\/li><li class=\"w2\"><a href=\"#\"> Meine Bilder<\/a><\/li><li class=\"w2\"><a href=\"#\"> Technik<\/a><\/li><li class=\"w2\"><a href=\"#\"> Pl\u00e4ne<\/a><\/li><\/ul><div class=\"panes\"><div><\/p>\n<ul class=\"bullet_arrow2 imglist\">\n<li>geboren 1946 in Jena<\/li>\n<li>Ingenieurstudium<\/li>\n<li>begeisterter Radrennfahrer<\/li>\n<li>verheiratet, zwei S\u00f6hne<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/div><div>Ich entdeckte das Malen auf Leinwand erst im Juli 2002, als ich ein besonderes Geburtstagsgeschenk f\u00fcr meinen \u00e4lteren Sohn Alexander haben wollte. So entstand &#8211; vorerst eher als Spa\u00df gedacht &#8211; die Idee, ihm ein Bild auf Leinwand zu schenken.<\/p>\n<p>Ein k\u00fcnstlerisches Vorleben in dem Sinne habe ich nicht, daher war das Malen dieses Bildes eine absolute Premiere. Als Kind habe ich zwar gerne und gut mit Wasserfarben und Bleistift gemalt und sp\u00e4ter den Schaukasten meines Schachvereins mit Comics und Zeichnungen belegt, aber mehr war da auch nicht.<\/p>\n<p>Ich habe als Priorit\u00e4t immer den Radsport gesehen. Diesen betreibe ich sehr intensiv und konnte 2002 bei der Senioren-Marathon-WM sogar den 5.Platz belegen. Ironie des Schicksals &#8211; gerade der Radsport, welcher mich nicht zum Malen kommen lie\u00df, brachte mich dazu, nach dem Geburtstagsbild f\u00fcr meinen Sohn weiterzumalen; ich st\u00fcrzte schwer, erlitt einen Tr\u00fcmmerbruch meines Schl\u00fcsselbeins und hatte so auf einmal eine Menge Zeit zum Malen.<\/p>\n<p>Heute male ich zwar nicht mehr so viele Bilder wie w\u00e4hrend meiner Sportpause, aber ich habe den Pinsel seither nicht mehr aus der Hand gelegt.<\/div><div>Die Entstehung von mittlerweile gut 30 Bildern hat besonders bei meinem alten Freund Rudi K\u00f6pping Freude hervorgerufen, denn er selbst ist ein sehr guter und erfolgreicher Hinterglasmaler. In den 80er und 90er Jahren war ich bei der Besprechung und Entstehung vieler seiner Bilder dabei und er h\u00e4tte es schon damals gerne gesehen, wenn ich bereits vor 20 Jahren gemalt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Die Motivation zu malen liegt sicherlich auch im elterlichen Erbgut. Meine Mutter hat mir aus den Jahren 1946\/47 &#8211; der Zeit kurz nach meiner Geburt &#8211; ein Malbuch mit Zeichnungen und Studien hinterlassen. Diese wirken unglaublich professionell, obwohl meine Mutter damals erst 22 Jahre alt und v\u00f6lliger Autodidakt war.<\/p>\n<p>Weshalb sie das nicht fortgef\u00fchrt hat, kann ich heute nicht mehr sagen. Die F\u00e4higkeit zu malen habe ich daher wohl ihr zu verdanken.<br \/>\nDeshalb bedauere ich es sehr, da\u00df ich ihr keines meiner Bilder mehr zeigen konnte.<\/div> <div>Ein Bild entsteht wie eine Schachposition vor meinem geistigen Auge, es entwickelt sich bevor es materiell wird.<\/p>\n<p>Ein Bild spiegelt h\u00e4ufig das wieder, was ich irgendwann einmal wahrgenommen, im Unterbewusstsein gespeichert und verarbeitet habe.<\/p>\n<p>Manchmal male ich auch spontan ein Motiv. Dieses entwickelt sich dann nicht wie vorher geplant, sondern geht ganz eigene Wege w\u00e4hrend des Malens. Dann ist es wie das Gestalten einer fremden aber dennoch vertrauten Welt.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist bei Bildern, die etwas eindeutiges und klares darstellen bzw. aussagen sollen, die geistige Vorarbeit f\u00fcr mich am umfangreichsten. Ich ben\u00f6tige f\u00fcr die geistige Vorarbeit etwa das Dreifache der Zeit, die ich f\u00fcr das eigentlich Malen letztlich brauche.<\/p>\n<p>Wenn ich ein Bild umsetze, male ich jedoch nie l\u00e4nger als 2 Stunden non-stop. Bei rein abstrakten Bildern hingegen bin ich \u00fcberzeugt, dass hier die Spannweite von Genialit\u00e4t \u00fcber Kitsch bis hin zu Massenhysterie extrem gro\u00df ist. Ich sage das v\u00f6llig unbeeinflusst und objektiv, weil ich an keiner Akademie Kunst studiert habe, sondern Maschinenbauingenieur bin und daher keinerlei Kunsttrend der Moderne verpflichtet sein k\u00f6nnte. Abstrakte und moderne Kunst sind ein Thema f\u00fcr sich, \u00fcber Geschm\u00e4cker l\u00e4sst sich bekanntlich nicht streiten, aber wenn der Kaiser nackt ist, dann sage ich das auch ganz offen.<\/p>\n<p>Mit dem abstrakten Bild \u201eLicht hinter der Fassade\u201c wollte ich mir lediglich beweisen, dass ein solches Gem\u00e4lde rein technisch jederzeit machbar ist. Sicher kann das Ergebnis einer solchen Kunstrichtung sehr gut aussehen. Das Kunstverst\u00e4ndnis und das individuelle Abstraktionsverm\u00f6gen sind ja sehr unterschiedlich und daher lassen sich solche Werke im Allgemeinen schwerer beurteilen. Ich habe mich sogar bem\u00fcht, dem Bildtitel zu entsprechen, indem ein Art Licht hinter dem Farbchaos hervorschaut.<\/p>\n<p>Hyperabstrakte vernachl\u00e4ssigen ja sogar das und \u00fcberlassen alles dem Zufall. Das ist nicht meine Intention. Fans des Abstrakten m\u00f6gen mir im \u00dcbrigen verzeihen, wenn ich noch die Zeit angebe, in der das Bild \u201eLicht hinter der Fassade\u201c entstand \u2013 es waren 26 Minuten. Ich kam nicht umhin die Zeit zu stoppen, da ich wie im Rausch malte, aber es war ein Spa\u00df und ich werde es wieder tun.<\/div><div>Bei fast allen Bildern sind vorher Handskizzen mit Kuli oder Bleistift entstanden, bei einigen habe ich sogar auf Leinwand vorskizziert.<\/p>\n<p>Die Acrylfarben mische ich, verwende sie so wie sie sind oder kreiere eine \u201eScheinmischung\u201c durch \u00dcberdeckung.<\/p>\n<p>Alles ist m\u00f6glich. Als Materialien au\u00dfer dem Pinsel habe ich bisher Spachtel, Geschirrtuch, Schwamm, Zahnstocher, Ohrenst\u00e4bchen und Wattebausch verwendet.\u00a0Der \u201ePferdekopfnebel\u201c ist nur mit Geschirrtuch \u201egemalt\u201c, das abstrakte Bild \u201eLicht hinter der Fassade\u201c hingegen nur mit Spachtel.<\/p>\n<p>Mit dem Mischen ist es bei Acryl nicht so einfach, denn Acryl muss schnell verwendet werden, da es fr\u00fch trocknet.<\/div><div>Das Malen ist sicher nicht planbar. Ich plane lediglich, ob ich weitermache &#8211; das wird ganz sicher der Fall sein. Deshalb hat die Spontaneit\u00e4t einen ganz anderen Stellenwert als z.B. beim Konstruieren eines Bauteils wo es mehr oder weniger auf strikte Planung und Berechnung hinausl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Malen kommt doch mehr aus meinem Bauch heraus.\u00a0Da ich mich sehr f\u00fcr Science Fiction interessiere, wird nat\u00fcrlich das surrealistische in meinen zuk\u00fcnftigen Bildern dominieren. Trotzdem werde ich es mir ab und zu nicht nehmen lassen, eine Replica oder ein verr\u00fcckt abstraktes Bild zu malen.<\/p>\n<p>Ich halte es in k\u00fcnstlerischer Hinsicht auch nach dem Star Trek Credo \u201e..to boldly go where no man has gone before\u201c, wobei hier tats\u00e4chlich futuristisch-wissenschaftliche Motive im Vordergrund stehen.<\/p>\n<p>Das ultimative Bild habe ich jedenfalls noch nicht gemalt\u2026<\/div><\/div><\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.wdherbst.de\/wp-content\/uploads\/wdherbstSign.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"105\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":203,"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6\/revisions\/203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wdherbst.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}